Neues Terminkonzept in den BürgerBüros Magdeburg
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Neues Terminkonzept der BürgerBüros

Die Magdeburger BürgerBüros arbeiten ab sofort mit einem neuen Terminkonzept. Die Terminvergabe, insbesondere für kurzfristige Anliegen, soll damit deutlich verbessert und die Abläufe in den BürgerBüros optimiert werden. Wie bundesweit in vielen Kommunen verzeichnet auch die Landeshauptstadt ein deutlich stärkeres Kundenaufkommen als in den entsprechenden Vorjahreszeiträumen.

„Mit dem neuen Terminkonzept wollen wir die derzeit für alle unbefriedigende Situation in den BürgerBüros deutlich verbessern“, so der Beigeordnete für Umwelt, Personal und Allgemeine Verwaltung, Holger Platz. „Unsere Strategie der Tagestermine hat sich trotz Wartezeiten bereits bewährt, das langfristige Ziel ist aber ein Bürgerservice ohne längere Wartezeiten!“

Das neue Terminkonzept berücksichtigt insbesondere kurzfristige Anliegen, wie die Beantragung von Personalausweisen sowie Melde- und Kraftfahrzeug-Angelegenheiten.

Personalausweise, An- und Abmeldungen

Wer einen Personalausweis braucht, weil sein aktueller innerhalb von 4 Wochen seine Gültigkeit verliert und über keinen gültigen Reisepass verfügt, meldet sich bitte per E-Mail unter, soll sich bitte per E-Mail unter [email protected] melden und einen Termin vereinbaren. Dabei ist neben dem Namen und der Anschrift zwingend eine Telefonnummer anzugeben. Die betroffene Person wird so schnell wie möglich zurückgerufen und es wird ein zeitnaher Termin vereinbart. Wer keinen Internetanschluss oder keine E-Mail-Adresse hat, kann sich unter der Behördenrufnummer 115 melden und dort eine Rufnummer für einen Rückruf hinterlassen.

Wer einen abgelaufenen Personalausweis und einen gültigen Reisepass hat, erfüllt mit diesem seine Ausweispflicht und braucht keine Nachteile zu befürchten. Es werden keine Ordnungswidrigkeitsverfahren für die Dokumenteninhaber eingeleitet, deren Dokumentengültigkeit währen der Corona-Pandemie abgelaufen ist.

Private Kfz-Angelegenheiten

Private An-, Ab- und Ummeldungen von Kraftfahrzeugen in den BürgerBüros werden bereits seit Mai und auch weiterhin tagesaktuell vorgenommen. Wer bis zu zwei Stunden vor Schließung in ein Bürgerbüro kommt, kann noch am selben Tag eine Kfz-Angelegenheit klären. Eine Terminvereinbarung ist dafür nicht mehr notwendig. Im anderen Fall werden die Unterlagen nach Möglichkeit zur Abholung am folgenden Öffnungstag entgegengenommen.

Längere Öffnungszeit und mehr Personal

Die aktuell drei BürgerBüros haben ab sofort zusätzlich montags von 12:00 bis 15:00 Uhr ausschließlich für Terminkunden geöffnet. Zudem steht kurzfristig weiteres Personal zur Verfügung. Vier zusätzliche Beschäftigte werden die BürgerBüros bei der Einlasskoordinierung sowie der Bearbeitung ausgewählter Leistungen unterstützen. Außerdem werden ab sofort am Samstag mehr Termine vergeben werden als bislang.

Langfristige Anliegen

Bei langfristigen Anliegen kann man auch künftig am besten morgens im Internet unter Magdeburg - BürgerService prüfen, ob der gewünschte Termintag im Online-Kalender verfügbar ist. Alternativ kann man langfristige Terminvereinbarungen auch weiterhin unter der Rufnummer 115 vornehmen. Für das 1. Halbjahr 2021 ist eine Umstellung des Online-Terminkalenders geplant. Damit soll die Terminvergabe weiter verbessert werden.

„Wir gehen davon aus, dass wir mit unserem neuen Konzept den Bearbeitungsstau innerhalb der nächsten 6 Monate weitestgehend abarbeiten und sich die Gesamtsituation entspannt“, blickt Holger Platz voraus.

Hintergrund zu den Maßnahmen

Vom 1. Januar bis 31. August 2020 zählten die Magdeburger BürgerBüros insgesamt rund 73.000 Kund*innen und damit deutlich weniger als in den ersten acht Monaten der Vorjahre. Nimmt man den Durchschnitt der vergangenen Jahre ist bis zum Jahresende mit mehreren Zehntausend Kunden zu rechnen. Diese Verlagerung der Kundenanfragen steht im direkten Zusammenhang mit der Corona-Situation seit März dieses Jahres.

Es wird davon ausgegangen, dass viele Bürger*innen ihre Anliegen aufgeschoben oder keinen Termin bekommen haben und in den kommenden sechs Monaten nachholen werden. Dadurch ergibt sich ein außerordentlicher Aufwuchs, der im Einklang mit den gesundheitlichen Schutzmaßnahmen, sukzessive abgebaut werden muss.

 
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