Fördermittelbescheid für die Stadthalle überreicht
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Fördermittelbescheid für die Stadthalle Magdeburg überreicht

Die Modernisierung der Magdeburger Stadthalle steht kurz bevor. Mit dem Umbau soll Magdeburgs ältestes Veranstaltungshaus in 4 Jahren Bauzeit zu einem modernen Veranstaltungsort in historischer Hülle werden. Fast 90 Prozent der veranschlagten 70 Millionen Euro Kosten, stammen aus Fördermitteln. Den Fördermittelbescheid überreichte Wirtschaftsminister Prof. Dr. Willingmann am 30. September an Oberbürgermeister Dr. Trümper.

Frischzellenkur nach 93-jähriger Geschichte

Mit dem 1927, von den Architekten Johannes Göderitz und Wilhelm Deffke, errichteten Veranstaltungshaus, verbinden viele Menschen unzählige Erinnerungen. Die markante Architektur ist deshalb mehr als nur ein denkmalgeschütztes Gebäude im Rotehornpark. Für Viele ist es auch ein Wahrzeichen Magdeburgs.

Die Sanierung in den kommenden vier Jahren ist mit etwa 70 Millionen Euro eine Investition in Magdeburgs erhaltenswerte Geschichte. Dabei stammen fast 60 Millionen Euro – das entspricht knapp 90 Prozent – aus Fördermitteln. Neben fundamentalen Sanierungen wie Tragwerk, Fundamente und statische Rahmen, wird das Gebäude hochwassersicher gestaltet sein. Die einprägsame Optik der Klinkersteine bleibt dabei erhalten und wird denkmalgerecht saniert.

Im Oktober wird die Baustelle eingerichtet werden, bevor die Entkernung des Inneren und die Rohbauarbeiten beginnen. Der Abschluss der Baumaßnahmen ist für 2024 geplant.

Große Änderungen für ein modernes Konzept im Inneren

Große Änderungen hingegen wird das Innere des Veranstaltungshauses erfahren: Zwar bleiben die Lichtbänder erhalten und werden lediglich durch moderne Glasbausteine ersetzt, die Holzvertäfelung der Saaldecke aber wird durch ein moderneres Pendant ersetzt. Auch die Bühne erfährt eine Änderung und wechselt auf die gegenüberliegende Seite. Mit einem neu errichteten Bühnenhaus anstelle des bisherigen Anbaus zur Hyparschale hat dies den Vorteil, dass das Bühnenequipment nicht wie bisher durch den ganzen Saal getragen werden muss. Der Saal wird auch weiterhin wahlweise 2100 Sitzplätze oder 4000 Stehplätze bieten.

Der Blüthnersaal wird nach historischem Vorbild saniert. Im bisherigen Bereich der Künstlergarderoben entsteht ein weiterer Saal für kleinere Veranstaltungen. Eine Herausforderung wird das künftige Technik-Konzept – allein dafür werden 13 Lüftungszentralen verbaut.

 
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